Sigune Schnabel

Man soll sich nicht mit fremden Federn schmücken – ich weiß. Aber ich kann meinen Stolz nicht verbergen, dass ich eine Preisträgerin im „Café Poetenstube“ begrüßen darf. Der Preis ist noch ganz frisch und riecht noch nach Berlin *schmunzel*
1. Preis: Sigune Schnabel

Es ist noch nicht lange her, dass ich Sigune in FB kennengelernt habe. Ich mag, wie sie schreibt.
Jörg Zschocke

Was Sigune über sich sagt:
Ich mag: Wärmflaschen, Katzen, meine Harfe.
Ich mag nicht: Abhängigkeitsgefühle, Rotkohl, Oma-Spitzengardinen.

Stromlauf

Unsere Flüsse driften auseinander.
Immer mehr Land
sammelt sich zwischen uns.

Ich bäumte mich auf
und warf stets von neuem
Sand in die Strömung,
doch die Wellen leckten
nur an den Rändern
und wichen aus.

Heute messe ich die Hügel in Versen
und lege Worte in die Täler.

Stürme graben Stimmen
aus den Buchstaben.

Im Fallen
werden ihre Hülsen
zu Schnee.

Die Wellen brechen

das Schweigen
unten am Damm.

Ich brannte meine Träume
zu Ziegeln
und türmte sie auf die Hafenmauer,
doch dein Boot
lief daran leck.

Heute wachsen
zwischen den Steinen Gräser,
und salzig spült das Meer
Risse hinein.

An lauen Tagen
bauen wir Kähne
aus Fragen

und treiben
doch nur
auf Sand.


Sigune ist in Facebook aktiv …
Sigune auf Facebook

Aber sie ist auch Bloggerin …
Worte und Leerstellen – der Blog von Sigune Schnabel


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